Kennt ihr Uli? Nein? Uli ist ein Bayer - pardon - Franke, und als ob das nicht schon Strafe genug wäre, auch noch Modellflieger, und das auch noch ausschließlich elektrifiziert (hätte ich damals nicht seine SB-10 ersteigert, wäre mir wohl auch einiges erspart geblieben. Aber das gehört nicht hierher ;-) ). Uli hat also vor Jahren nach einem Bauplan von Astro diese Porterfield Collegiate CP-50 gebaut und mit einem Elektroantrieb ausgerüstet. Über die Jahre hinweg hat dieser gewechselt, bis umgebaute Haarföne vom Schlage eines ein Keller 70/5 mit 2:1 Getriebe und 20 Zellen für den Vortrieb sorgten, und das nahezu senkrecht! Mit dieser Konfiguration haben wir dann bei seinem Besuch im Münsterland auch einige F-Schlepps durchgeführt, was ohne größere Schwierigkeiten gelang. Später dann kam ein großer AXI 4120/14 samt Ramoser Propeller in der "Porti" zum Einsatz, was Leistungsmäßig wohl das maximale Ende markierte.
Uli ist zuweilen ein etwas unsteter Zeitgenosse, und so erhielt ich eines Tages Nachricht vom Erwerb einer Do 27 von VMar/BFM in Porterfield-Größe. Tja, und damit war das vorläufige Flugbetriebsende der Porterfield vorgezeichnet, denn die Do erhielt alle Innereien des altgedienten Modells.
Aber was soll nun mit der ausgewaideten Porterfield passieren? Wir benötigten höchstens 45 min am Telefon, um eine Verlagerung der Wirkungsstätte vom tiefsten Bayern (genauer Landshut) ins heimische Münsterland zu beschließen. Im Tausch gegen zwei von mir zu wickelnde Außenläufer-Motore. Gesagt, getan. Allerdings zog sich die Auslieferung der Porterfield (übrigens in einem affenstarken, selbstgebauten und dreieckigen Karton, aber das nur am Rande) etwas in die Länge, ein Versand des immerhin 1,70 m spannenden Modells wäre viel zu teuer gewesen. Irgendwann fuhren dann aber Bekannte mit einem Transporter in meine Nähe, und seitdem ist die Porti also im Münsterland zuhause
Eigentlich hatte ich vor den noch vorhandenen Ultra 1300-12 in die Porterfield einzubauen, zusammen mit 14 oder 16 Zellen. Der Zufall wollte es aber, dass ich mich an meinen Ziehsohn (um Seppls Wortwitz an dieser Stelle zu wiederholen: "Zieh, Seppl, ziiiiieh!") Sebastian alias Seppl erinnerte, bzw. an die seit einigen Jahren bei ihm schlummernden Ultra´s. Genauer waren dies ein Ultra 3300-10 sowie ein Ultra 1300-9, und somit hatte ich nun die Qual der Wahl zwischen drei Motoren und Antriebsakkus von 10 bis 24 Zellen (ich nenne zur Zeit 2 12-Zeller, 2 10-Zeller sowie einen 14-Zeller mein Eigen). Der Kauf eines bürstenlosen Motors oder ähnlichem schied aus, die Porterfield sollte zwar wieder aufgerüstet werden, aber möglichst mit vorhandenem Material. Aber darüber soll auf den folgenden Seiten berichtet werden. I.