Die Reparaturen waren, wie schon geschrieben, schnell erledigt, der RC-Einbau nahm hingegen etwas mehr Zeit in Anspruch. Das war allerdings weniger der "hochkomplizierten" Verkabelung zuzuschreiben, sondern massiven Problemen mit dem eigentlich vorgesehenen ACT Smart Scan Synthesizer Empfänger.
Ein Synthesizer Empfänger hat für ein Schleppmodell immense Vorteile, können so doch mehrere Piloten den Schlepper fliegen, ohne das jeder einen Quarz oder sogar Empfänger kaufen muss. Soweit die Theorie. Leider aber war der Smart Scan an dieser Stelle ziemlich fehl am Platze, denn schon im Leerlauf zuckten alle Ruder wie wild, um dann bei Halb- bis Vollgas unkontrolliert an den Endausschlag zu fahren. Auch das Verlegen der Antenne, die überdies sowieso schon nach hinten sofort aus dem Rumpf geführt wurde, änderte daran nichts. Der Empfänger befand sich 45 cm von der Zündung entfernt, Die Kabel wurden streng getrennt nach Strom-, Zündungs- und Servokabeln verlegt. Also der gleiche Aufbau wie immer, und trotzdem massive Störungen?!
Ich war mit meinem Latein am Ende, und kontaktierte deswegen Klaus Westerteicher von ACT. Dazu schickte ich noch ein paar Bilder, auf denen der gesamte RC-Einbau mit den Abständen in Zentimetern zu erkennen war. Die Antwort kam prompt, war aber wenig hilfreich: Das könne er sich auch nicht erklären,die Empfänger funktionieren ansonsten einwandfrei auch in Jets etc. pp.
Testweise baute ich daraufhin einen uralten C16 Empfänger von Graupner ein, ohne auf die Kabelverlegung zu achten. Siehe da, nur noch ein leichtes Zucken auf dem Seitenruder, und auch nur bei Vollgas. Daraufhin wurde meine Lo 100 ihres DS 20 MC Empfängers beraubt und dieser in den roten Flattermann eingebaut. Ich hatte nichts anderes erwartet: ab diesem Zeitpunkt waren die Ruder still, kein Zucken, kein Murren, egal bei welcher Gasstellung. Der ACT-Empfänger wurde stattdessen in die Lo100 eingebaut, wo er ohne Störungen funktioniert. Nunja, dies war sicher mein letzter Scan-Empfänger von ACT. In Zukunft werde ich für teure Modelle oder solche mit Fremdzündung wieder auf bewährte Empfänger wie den SMC 19, MC 18 oder eben den DS 20 MC setzen...
So war denn auch die letzte Hürde genommen, es konnte zum Flugplatz gefahren werden. Kein Mensch da? Sehr gut! So war genug Zeit für den Zusammenbau, Reichweitentest (wofür die Daisy vor zwei Aufrüsttische gestellt wurde) und die folgenden Bilder. Danach hieß es wieder Motor anwerfen, nochmals Rudercheck, Gas rein und ab geht die Post! Nach ca. 5 m war die Daisy in der Luft, mit Halbgas ging es zum Trimmflug auf Höhe. Mehr auf der nächsten Seite!
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| Endlich bereit zum Start | Von weitem gar nicht mal so unhübsch | Das auch das Leitwerk schief war kann man hier nur erahnen | Jetzt gehts los! |
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| Nochmal ein Blick auf die Motoreinheit | Eine Motorhaube gab es leider nicht | Die Schaltereinheit für die Akkuweiche und die Zündung |