Artikel Navigation

Das HoTT 2,4 GHz-System von Graupner

 

Das HoTT 2,4 GHz-Übertragungssystem von Graupner


 

Graupner hat vor einiger Zeit sein neues 2,4 GHz-System mit Namen "HoTT" vorgestellt. "HoTT" steht für Hopping Telemetry Transmission, damit ist der Grundgedanke klar: Ein FHSS-System neuester Auslegung (Stichwort Normenkonformität) mit integrierter Telemetrie. Hier gibt es eine Übersicht über alle Produkte.

Als altem Datenjunkie gefielen mir die angekündigten Austattungsmerkmale, zudem noch wurden kostengünstige Updatemöglichkeiten für die Datenanzeige auf dem jeweiligen Senderdisplay aller Sender ab der mc-19 aufwärts angekündigt.
Eine ganze Zeit lang waren nur die alte und neue mx-16 "HoTT" verfügbar nebst einiger Sensoren. Inzwischen aber ist ein umfangreiches Portfolio verfügbar, und nachdem auch das eigentlich zur Umrüstung der mx-16-Sender gedachte HF-Modul früher als erwartet lieferbar war, habe ich im Mai 2011 eine Grundausstattung geordert.

 


Das Umrüstset für die Sender mx16/mx16s, Spektrum DX-7 etc.:


 

Bild

Für rund 75 Euro alles drin, Modul, Antenne samt Halterung und sogar sämtliche Displayscheiben und Aufkleber für Vorder- und Rückseite. Das Ganze passt nebenbei ohne irgendwelches Gebastel in besagte Sender.

Zusätzlich habe ich mir noch die "Smart-Box" geholt, um während der Wartezeit auf meinen eigentlichen Sender trotzdem schon mit dem System spielen zu können.

 

Bekanntermaßen basieren die "alten" JR-Sender der Reihen mx-12 und mx-16 auf derselben Hardware wie die Spektrum DX-7. Alle werden resp. wurden eben bei JR gefertigt. Demnach müsste man doch eigentlich auch die als Urlaubssender vorgesehene DX-7 HoTT-isieren können? Gesagt, getan, somit fuhr die dergestalt (problemlos) umgerüstete DX-7, eingebaut in meine DG-1000 von Hype, mit in den Vogesen-Urlaub. Dort sollte also mein erster HoTT-Flug stattfinden..

 

DX-7 innen DX-7 HoTT Vogesen 1 Vogesen 2

 

Erwartungsgemäß klappte alles ohne irgendwelche Merkwürdigkeiten, und so konnten die DG-1000 und meine Wenigkeit ein paar äußerst entspannende Urlaubsflüge genießen. Bei der Gelegenheit gilt mein Dank mal wieder meiner Frau, die stellenweise schon verdammt leidensfähig sein muss :).

 


mx-16 HF-Modul in einer mc-17


 

Die 22s war gerade wegen eines Schalterproblems und zur Umrüstung auf HoTT (das Softwareupdate samt Umrüstung auf HoTT wurde mir als kleine Entschädigung für den schalterbedingten Absturz kostenfrei angeboten) im Service.

Bekanntermaßen bin ich kein Freund von Handsendern - ich kann damit nicht vernünftig fliegen, was sich im Urlaub und zuhause öfter eindrucksvoll bestätigt hat. Was also tun? Auf dem Weg vom Platz nach hause fiel mir dann ein, dass sich in meinem Museum noch etliche Pultsender, darunter meine heißgeliebte mc-17 in 3-facher Ausfertigung, tummeln. Also flugs einen der drei gegriffen und das HoTT-Modul f├╝r die mx-16 dort eingebaut. Das eigentlich f├╝r die JR-Sender passende MG-2 Modul war zu diesem Zeitpunkt nocht nicht lieferbar. Das Modul selbst hat spaßigerweise bereits passende Lötpunkte, mit denen man es direkt auf Modulstifte löten könnte - aber das wollte ich dann doch nicht, ist ja nur für den Übergang (Anmerkung 01'2012: So kann man sich irren, sie ist und bleibt auch nach Eintreffen der mc-32 auf HoTT umgebaut ...).


Bild Bild Bild Bild

 

Zum Betrieb des Moduls benötigt man nur nur Vcc, GND und das PPM-Signal. Die Smart-Box wurde mit doppelseitigem Klebeband über dem eigentlichen Anzeigeinstrument angebracht.


Die Sache funktionierte auf Anhieb, somit hatte ich zumindest 8 direkte Kanäle plus die direkten Misch- und Einstellmöglichkeiten in den HoTT-Empfängern. 5 Mischer plus V-Leitwerksmischer, Dual-Rate, Expo sowie die Möglichkeit, 2x 4 Servos blockweise zusammenzufassen und absolut synchron anzusteuern, seien hier nur beispielhaft genannt - alle Möglichkeiten des Systems hier aufzuführen würde etwas zu lange dauern. Daher exemplarisch nur ein paar Bilder der Smart-Box mit entsprechenden Anzeigeparametern. Angezeigt und eingestellt werden kann jedenfalls wirklich alles, was man sich vorstellen kann.

 

Bild Bild Bild Bild


Die Systempreise sind erfreulich niedrig, auch die Sensoren für die Telemetrie liegen im günstigen Bereich. So kostet z.B. der 12-Kanal Empfänger GR-24 mit Hardware- und Path-Diversity im Moment um 75 €, der 8-Kanal GR-16 (dto.) um 55 €, der kleine GR-12 mit nur einer Antenne 45 €. Der große GR-32 mit 16 Kanälen und zwei komplett voneinander unabhängigen Empfangsteilen mit 4 Antennen wird bei ca. 100 € liegen. Alle Empfänger sind von Hause aus telemetrie- und updatefähig, die Updates samt Programmen gibt es kostenlos auf der Graupner Webseite.

Bislang (Stand Dezember 2011) habe ich ca. 40 Flugstunden mit verschiedenen Empfängern gesammelt; trotz absichtlich schlampigem Einbau bislang absolut störungsfrei. Die Telemetrie funktioniert ebenfalls tadellos.

 

Einen ersten kleinen Reichweitentest haben wir direkt zu Anfang gemacht. Daniel saß mit dem Sender auf der Bank, ich lief mit dem Rumpf des Elektron samt reingeschmissenen Antennen den Feldweg entlang. Solange direkte Sichtverbindung bestand, liefen die Servos einwandfrei, es erfolgte auch keine Reichweitenwarnung. Sobald aber die Bäume im Sichtfeld lagen, nahm die Empfangsfeldstärke rapide ab. Leider wäre die andere Möglichkeit nur der Gang ins Feld gewesen, was ich mir verständlicherweise verkniffen habe. Bei Gelegenheit wird die Sache nochmal an der Hauptstraße ohne Hindernisse wiederholt.

 

Das macht bisher alles einen sehr guten Eindruck, darf so weiter gehen.

 


Juni 2011


 

Tjo, das war's dann wohl mit der mc-22s. Irgendwie habe ich, was die gesamte Fliegerei angeht, gerade Scheiße an den Fingern. Nachdem mich der Serviceleiter von Graupner heute anmailte und fragte, ob ich den Sender denn schon eingeschickt hätte, habe ich via DHL nachgeforscht bzw. nachforschen lassen. Ergebnis: Das Paket ging zwar von Dorsten aus auf den Weg nach Kirchheim, kam dort aber nie an. Aussage DHL "Wenn das Paket nach 3 Tagen nicht gescannt wurde, wird es in nahezu 100% auf eine Schadenregulierung rauslaufen". Blöd.

Ganz nett auch die Aussage hinter vorgehaltener Hand:

"Wie war das Teil verpackt?"
Originalkarton mit Karton eines Fernsehers als Umverpackung.
"Hmm, da können Sie von ausgehen, dass ihr Paket ob der Verpackung in irgendwelchen dunklen Kanälen verschwunden ist"

Geile Sache. Die Pakete sind übrigens nur bis 500,- € versichert. Man kann zwar auch höher versichern, trägt dann aber die Nachweispflicht, dass der Wert auch wirklich im Paket war.

Jetzt ist es umso wichtiger, dass die mc-32 rechtzeitig erscheint! In Zukunft ist also die mc-17 "HoTT" auf der Airbase zu sehen. 6-Klappen-Flächen an insg. 8 Kanälen. Das wird lustig ...



Nächster Testtag


 

Im Beisein von Klausimausi und Peterchen Pötterchen bin ich mit dem Elektron heute mehrfach an die resp. meine Sichtgrenze geflogen. Insgesamt war der Elektron heute 1,5 Stunden in der Luft und hat dabei laut Logger und Telemetrie mehr als 3000 Höhenmeter erklommen. Größte Distanz zum Sender waren dabei rund 850 m, was bei 3,2 m Spannweite doch schon grenzwertig war. Die Empfangsqualität war dabei selten unter 50%, meistens lag sie zwischen 60% und 80% bei Dienstgipfelhöhe. Unterhalb 300 m wird es langweilig, da steht meistens 100% im Display ...

 


Erster Test in Großmodellen


 

Zuerst habe ich den im Elektron getesteten GR-24-Empfänger in die 2,50 m / 10,5 kg Jodel von Graupner eingebaut. Die Empfängerkanäle reichen also, aber im Sender habe ich nach wie vor nur 8. Was tun? V-Kabel? Nix da, das HoTT-System verfügt über eine Menge Einstellmöglichkeiten, welche man über die Smart-Box oder die Sender mit integriertem HoTT realisieren kann.
In der Realität mussten die beiden Höhenruderservos zusammen sowie das Bugradservo mit Seite gekoppelt, dazu noch die Laufrichtung geändert, die Mitte verstellt und eben alle notwendigen Einstellungen vorgenommen werden. Hat alles problemlos geklappt.

 

 

Bild Bild Bild Bild


Im Flug gab es ebenfalls keine Probleme. Bis etwas über 800 m Entfernung war der Vogel entfernt.

 

Bild

 


GPS-Sensor


 

Bild

Nun konnte bei angenehmen 28°C der erste Flug mit dem GPS-Sensor des HoTT-Systems stattfinden. Der Sensor kann direkt am Empfänger angeschlossen werden. Neben den üblichen GPS-Funktionen ist zusätzlich noch ein (barometrisches) Vario mit eingebaut, wie bei allen größeren Sensoren bzw. Modulen. Von der Größe her passt das Teil in so ziemlich jeden Flieger.

 
 

Bild Da ich (noch) kein Modul mit Speichermöglichkeit auf Micro-SD hatte, was sich angesichts des bestellten neuen Senders mit ab Werk eingebautem Speicherkartenslot auch erübrigt, habe ich aus Jux per langem Kabel das HoTT-Modul an den Rechner angeschlossen und darauf die Werte gespeichert. Bild

 

Der GPS-Sensor hat diverse Einstellmöglichkeiten für Min/Max-Werte usw.; in der reinen Datenanzeige werden Höhe, Geschwindigkeit, Position, Signalqualität und, in dem kleinen Karo links, die aktuelle Flugrichtung angezeigt.

 

Bild Bild Bild Bild
Bild Bild Bild Bild


Das mal als "kleiner" Überblick über die Möglichkeiten. Das Schöne: Man kann, muss aber nicht irgendwas einstellen, das Ding funktioniert auch so aus der Schachtel heraus.

Für den Praxistest habe ich meinen externen GPS-Logger mitfliegen lassen, um die Daten vergleichen zu können. Hier aber die gespeicherten Werte samt Auswertung im HoTT-Manager:

 

Bild GPS Bild  Bild

 

Was natürlich auch geht, ist z.B. Signalqualität im Vergleich zu Höhe und Entfernung darzustellen. Hilft einem z.B. bei der Positionierung der Antennen, sofern nötig:
 

 

 

Der HoTT-Sensor zeichnet deutlich mehr Punkte auf und stellt den Flugweg erheblich genauer und nicht so eckig dar.

Tja, selbst bei intensiver Suche konnte ich bisher nichts Negatives finden - das Zeug funktioniert einfach. Dazu noch sind die Preise des Systems erfreulich gering und liegen teilweise unterhalb sog. Billigsysteme aus China. Ausprobiert habe ich jetzt auch schon so ziemlich alles, also wird in Zukunft wieder mehr geflogen.

Umstiegswilligen aus dem Graupnerlager (wobei die Module auch in andere Sender passen) kann ich die Sache stand heute jedenfalls ruhigen Gewissens empfehlen. Im Moment gibt es äußerst attraktive Umrüstangebote, dazu noch Sonderpreise auf die eh schon günstigen Empfänger und Sensoren.

 


Reichweitentest V2


 

Heute konnten wir endlich den "richtigen" Reichweitentest machen, wie wir ihn hier schon einmal absolviert haben. Quasi als Vergleich waren neben einem 6-Kanal GR-12 und einem GR-24 noch ein sog. "Fullange"-Empfänger mit 6 Kanälen meines ehemaligen Systems dabei (AR-6200 ohne Satellit).

 

Messaufbau gab es nicht. Bei allen Empfängern 4 nicht wirklich volle NC-Zellen als Stromquelle, ein Standard-Servo an Kanal 3 (Höhe), Empfänger in der Hand. Beim "Fremdsystem" steckte der Empfänger in einer Schaumwaffel, die Haube war aber nicht drauf und beide Antennen ohne Abschirmung jedweder Art.

 

Ergebnis: 1432 m sichere Bodenreichweite. Unterschiede zu damals: Da war noch Luft! Wenn nicht gerade Autos im Sichtweg fuhren, ging die Signalqualität (S-Qua) teilweise wieder bis auf 85% hoch. Die Signalstärke (S-Str) dümpelte hingegen immer so bei 5% rum. Aufgrund der geographischen Bedingungen ging nicht mehr. Kein Platz zum Parken und ein Knick in der Straße.

 

 Sender und Empfänger waren dabei auf normaler Höhe, also Sender (meine umgebaute mc-17) beim Kumpel um den Hals gehängt, Empfänger in der Hand gehalten. Im Grenzbereich war der Empfang übrigens besser, wenn die Empfängerantennen waagrecht lagen, am Sender hingegen die horizontal gedrehte Antenne. Verständigung fand via Handy statt. Ach ja, die Bluetooth-Freisprecheinrichtung meines Autos war auch die ganze Zeit aktiv ...

Die absolute Überraschung war der kleine GR-12 mit einer Antenne, den ich bei besagten 1432 m einfach mal angestöpselt habe. Zwar grenzwertig, aber doch kam eine Verbindung zustande; allerdings mit flackernder LED. Trotzdem lief das Servo sauber. Reicht für Indoor gerade eben aus. Gut gemacht, Kleiner!

Ernüchternd war indes der Vergleich mit dem 6-Kanal Empfänger meines alten Systems (mit Fullrange beworben, wenngleich ohne Sat betrieben). Erst ab 700 m Entfernung, also weniger als der Hälfte, kam mit hochgehaltenem Modell eine Verbindung zustande. Zur Ehrenrettung sei erwähnt, dass der 9-Kanal selbigen Systems mit einem Sat nahezu dieselbe Entfernung wie der GR-24 schaffte. Allerdings nicht so stabil und mit längeren Reconnect-Zeiten.


Änderung zu oben: Bei dem Test waren beide Sender aktiv, wir haben aber zur Verifizierung vorab den Test mit dem GR-24 wiederholt. Keine Veränderung.

Auch noch interessant: Gefühlt ist der Reconnect nach einem Verbindungsabbruch bei HoTT abartig schnell. Das Servo bewegte sich schon wieder, bevor die grüne LED auch nur flackerte. Mein altes System war da, selbst bei den großen Empfängern, gemächlicher. Erst leuchtete die LED an Empfänger oder Sat, dann zuckte es wieder am Servo.

 


Fazit:


 

Sichere gemessene 1432 m Bodenreichweite bei nassem Gras, Hecken und Häusern außenrum (und Luft nach oben). Wer da Reichweitenprobleme bekommt, hat den Empfänger so richtig sch...e eingebaut oder die Senderantenne zuhause vergessen ...

 


6 Flügelklappen und 11 Funktionen an 8 Kanälen


 

Wie oben beschrieben, musste ich mich bis zum Erscheinen der mc-32 mit einer 8-Kanal mc-17 aus dem vorigen Jahrtausend begnügen. Bislang konnte ich einen meiner Lieblingsflieger, den 4,5 Diamant von Graupner, nicht mehr fliegen, da die insgesamt im Sender und Empfänger vorhandenen Mischmöglichkeiten für die 6 Klappen und primär für die diversen Überlagerungen nicht ausreichten.

Nach dem neuesten Update des GR-24 mit jetzt 5 Empfängermischern wähnte ich mich dahingehend auf der sicheren Seite. Leider stellte sich heraus, dass jetzt zwar ausreichend Mischer vorhanden waren, das Mischen ein und desselben Eingangs auf verschiedene Ausgänge und vice versa im Empfänger aber nicht vorgesehen und somit nicht möglich ist. Das Servo am Subkanal macht dann einfach - nix.

Trotzdem habe ich jetzt eine Programmierung ausgeknobelt, mit der ich den Vogel endlich wieder in die Luft bekomme. Ist vielleicht auch für mx-16-Piloten mit einem ähnlichen Vogel interessant. Hier also, wie es auch mit 6 Klappen, 3 Flugphasen, Butterfly mit neutral verbleibenden Querrudern bei 8 Sender-Kanälen mit der Graupner/JR mc-17 funktioniert:

  • Im Sender das F3B-Programm (welch ein Anachronismus ) auswählen, QR auf 9/10 (!), mittlere WK auf 2/5, innere WK auf 6/7
  • Wie gewohnt Mischanteile für QR/WK-Mitnahme und Butterfly der 4 inneren Klappen einstellen
  • K1-Offset für Butterfly am Sender einstellen
  • Channel-Mapping der Ausgänge 9 auf Eingang 2, 10 auf Eingang 5
  • Freier Mischer im Sender vom Schalter (5) in der Mittelkonsole (meine mc-17 hat keinen Knüppelschalter eingebaut) von 5 auf 6 mit entsprechendem Mischanteil (zum Test am Dummy 50%) für die Wölbklappenstellungen der inneren Klappen.
  • Empfängermischer 1 von CH1 auf CH9 mit demselben Mischanteil wie für die Wölbklappen, um Butterfly auszugleichen (hier 50% / 50%)
  • Empfängermischer 2 von CH1 auf CH10 mit demselben Mischanteil wie für die Wölbklappen, um Butterfly auszugleichen (hier -50% / -50%)
  • Mitten und Endausschläge von CH9 und CH10 über RX-Servo einstellen.
  • Am Geberschalter für Kanal 8 hängt der Motor bzw. beim Seglerrumpf das Fahrwerk.
  • Channel-Mapping für den Seglerrumpf, dabei wird Kanal 12 im Empfänger an den Butterflyknüppel K1 "angehängt" und daran die Schleppkupplung angeschlossen. Etwas blöd, aber anders geht es nicht.
     

Dann war es soweit. Ich hatte das General-Electric an Bord sowie meinen standalone-GPS-Logger. Der GR-24 wurde mit einer 30 cm-Antenne ausgerüstet, die durch den ehemaligen Spektrum-Durchführungspömpel oben auf dem Rumpf rausgeführt wurde. Die andere Antenne liegt in Längsrichtung auf dem Rumpfboden. Reichweitentest hinter dem Metallzaun am Boden liegend >100 m, da habe ich dann aufgehört.

Ergebnis: 918 m maximale Distanz zum Piloten. Kam mir gar nicht so weit vor?! Hmm, kaum wieder einen vernünftigen Vogel am Knüppel, schon wird er übermütig, der Kerl ... . War jedenfalls problemlos, wie nicht anders zu erwarten.

 

Jedenfalls echt genial, was mit dem HoTT-System selbst mit Steinzeitsendern so alles möglich ist! Endlich wieder Diamant kacheln!

 

Nach fast einem Jahr mit HoTT kann ich sagen, dass bisher alles, was mit diesem Logo hier aufschlug, im Gegensatz zu Spektrum ohne Zwischenfälle, Merkwürdigkeiten o.ä. funktioniert. Selbst im Paritech Discus 2b mit seinem hohen CfK-Anteil wurde der 12-Kanal-Empfänger einfach in den Rumpf gebaut. Eine Antenne nach hinten, eine nach oben, beide im Rumpf. Keine Satelliten, mehr als genug Reichweite, ein unglaublich schneller Reconnect, integrierte Telemetrie und dazu noch das günstigste System am Markt. Weiter wird von Graupner derart schnell auf Wünsche oder Probleme reagiert, dass man fast nicht glauben kann, dass da dieselbe Kirchheimer Firma dahinter steckt, die man seit 30 Jahren kennt.

Ich scheine mein Spektrum-Zeug übrigens noch rechtzeitig verkauft zu haben. In meinem Bekanntenkreis sind derart viele 35 MHz bzw. Jeti- & Spektrum-Umrüst-Piloten auf HoTT umgestiegen bzw. planen es für den Winter, dass der Kram sich kaum noch verkaufen lässt. Liegt natürlich auch an der möglichen Software-Integration bei so ziemlich jedem Graupner/JR-Sender, wodurch diese doofen Boxen am Sender entfallen. Mein Wechsel konnte übrigens noch mit 11 € Aufpreis zu den Gebrauchtverkäufen finanziert werden.

 
Warum die HoTT-Klamotten momentan so günstig sind ist allerdings auch klar: Graupner will resp. muss das System in den Markt drücken, damit das Weihnachts-Zubehör-Umsteiger-geschäft floriert ...

 

Etwas von mir aufgelegte Lektüre mit weiter- und tierfergehenden Infos:

RC-Network WIKI zum Thema HoTT
RC-Network WIKI zum Thema HoTT Update
RC-Network WIKI zum Thema FAQ Oft gestellte Fragen (und Antworten)

 


Das Vario-Modul Best.Nr. 33601


 

Irgendwann habe ich in meinem jugendlichen Leichtsinn versprochen, einen tonalen Vergleich zwischen Vario-Modul Best.Nr. 33601 an einem Nachr├╝stmodul und der Smart-Box sowie Vario-Modul an einem Sender mit integrierten HoTT der neuen Baureihen (Best. Nr. 33xxx) durchzuf├╝hren. Das gesprochene Wort gilt, und damit man auch einen Vergleich zu einem "herkömmlichen" Vario hat, habe ich als dritten Testpartner das Vario "Sky-Assistant" von Pitlab im Vertrieb von Piotr Piechowski, PP-RC mit ins Boot geholt.


 

Tonal macht das HoTT-Vario am mc-32 Sender also einen sehr guten Eindruck, auch die Empfindlichkeit ist hoch genug für meine Begriffe. Die Verzögerung kann man, allerdings auf Kosten der Empfindlichkeit, weiter herunternehmen. Trotzdem, und dies sei hier einmal deutlich ausgesprochen: Die Systemvarios sämtlicher Hersteller können ein "richtiges" Vario nicht ersetzen! Dazu fehlt einfach die entsprechende Auflösung und Stabilität des Variosignals bzw. des Sensors. Für weitere technische Details empfehle ich folgenden Link. Dafür haben die System-Varios einen nicht zu verachtenden Vorteil in Sachen Gewicht, Größe und Preis.
Das HoTT-Vario ist jedenfalls in seiner Funktionalität nach meinen bisherigen Erfahrungen der Einäugige unter den Blinden ;).

 

Und wer weiß, vielleicht gibt es ja bald ein direkt verLINKtes VARIO, das die Vorteile des integrierten Rückkanals mit der Hardware eines "richtigen" Varios kreuzt ...?

, so schrieb ich Anfang des Jahres da oben. Der Grund war wohl jedem klar: Ich wusste da schon was, was ihr nicht wusstet ;). Inzwischen ist das WStech LinkVario ganz offiziell erhältlich, wozu ich hier meine bisherigen Erfahrungen niedergeschrieben habe. Dort findet ihr auch einen zweiten Videovergleich, nämlich den zwischen besagtem WStech LinkVario und dem HoTT-Vario #33601.

 

Hier das Vergleichsvideo:


 


Anschluss der General-Air und Electric-Air-Module


So zwischendrin glaubt man wirklich, man sei im falschen Film. Da werden in diversen Foren die schönsten Schauermärchen ├╝ber den Anschluss der HoTT-Module erzählt, sodass es jedem rudimentär in Elektrotechnik sattelfesten Menschen die Fußnägel kräuselt.

Generell gilt:

  • Die Module ermöglichen u.a. die Überwachung der Einzelzellenspannung, entnommenen Kapazität, Spannung, Strom, Drehzahl (das nur GAM 33611/33610) plus zwei zusätzliche Spannungen und Temperaturen, oben drauf noch ein Vario beim 33611 sowie 33620.
  • Um das überwachen zu können, muss der Akku per direktem Anschluss an die dicken Kabel und am Balanceranschluss angeschlossen, die anderen Akkus per zusätzlichem Sensorkabel angeschlossen werden. Und zwar alles zusammen.
  • Will man eines davon aus irgendwelchen Gründen NICHT anschließen, erst DANN muss eine zusätzliche Masseverbindung geschaffen werden, und das auch nur beim Electric-Air Nr. 33620.
  • Um Masseschleifen zu vermeiden, wurden diese Verbindungen (sternförmige Masseführung mit zentralem Massepunkt, Google darf auch hier befragt werden) nicht intern geschaffen, sondern durch Anschluss besagter Optionen gelegt.
  • Das ist KEIN Fehler in der Herstellung, KEINE Fehlkonstruktion und erst Recht KEIN Bastelprodukt!


Hierzu eine Anmerkung von Graupner Information


Vielleicht noch ein Hinweis zum Electric-Air-Modul #33620: Beim Electric Air-Modul sollte man am Power-Anschluss auf keinen Fall Akku + zuerst verbinden und man sollte auch Akku + dann zuerst wieder abstecken. Ansonsten kann das bei ung├╝nstiger Masseleitungsverlegung zu Str├Âmen ├╝ber die falschen Leitungen f├╝hren. Es sollten immer erst alle Masseleitungen verbunden sein und diese auch zuletzt getrennt werden.
[...]
einpolige Steckverbindungen k├Ânnen beim Electric-Air #33620 und ung├╝nstiger Verdrahtung problematisch sein. Das ist auch der Grund, warum die Br├╝cken nicht intern verbunden sind, damit man im Prinzip dazu gezwungen wird die Masse zuerst zu verbinden. Bei einer vern├╝nftigen Verdrahtung ist das eigentlich automatisch der Fall. Beim 33610 und 33611 ist das noch nicht so kritisch.


Da dem geschriebenen Wort aber eh keiner glauben schenken möchte, findet ihr im Folgenden den Beweis in bewegten Bildern, ungeschnitten und mit allen Outtakes darin ;), wo nun Brücken notwendig sind - und wo eben nicht.


Hier also das Video:


Modulanschluss von General-Air-Module 33611 und Electric-Air-Module 33620

 


Anschluss mehrerer Akkus an das Electric-Air-Module (EAM) #33620


 

Tja, wie das eben so ist. Kaum macht einen auf dicke Hose, alle Anderen doof usw., bekommt man selbst das EA-Modul nicht zum Laufen. Genauer geht es mir hier um den Anschluss von zwei Akkupacks bei einer Serienschaltung an das Electric-Air-Module #33620, welches selbst nach einiger Beschäftigung damit noch Überraschungen bereit hält.

Kurz die Ausgangssituation: Meine DG-303 Elan Acro von Paritech verfügt mit dem "Fan-Air 300" ├╝ber ein Aufsatztriebwerk, mit welchem ich den Vogel ohne Schleppmaschine in die Luft bekomme. Zu diesem Zweck habe ich 2x 4s 4500 mAh Hacker Topfuel in Reihenschaltung als Antriebsakkus eingebaut, mithin 8s.

So weit, so gut. Nachdem ich mir die entsprechenden Adapterkabel mit den an anderer Stelle genannten JST-ZH-Steckern gebaut hatte, habe ich diese nach und nach angeschlossen. 2x Empf├Ąngerakku an den Buchsen 5 und 6, Balanceranschlüsse an 7 und 8.

 

Achtung, erster Stolperstein!

  • "Lower Cell No. Pack" am unteren Balanceranschluss bedeutet: Der Akku, der direkt mit dem Minuspol am Modul angeschlossen wird!

  • "Higher Cell No. Pack" am oberen Balanceranschluss bedeutet: Der Akku, der nicht direkt am Modul, sondern am ersten Akku angeschlossen wird!

 

Bitte nicht vertauschen, sonst qualmt es kurz und heftig!

Wie das eben so ist, hatte ich die Anlage eingeschaltet (MP3-Player lässt grüßen ;)) und gemütlich nebenher meine Käbelchen mit Maschengeflechtschlauch ├╝berzogen und alles ordentlich eingebaut. Mir kann ja nix passieren, ich kenne mich ja aus ...

Beim Anschluss des zweiten Akkus aber dann das lange Gesicht: Es wurde nur der untere Pack angezeigt, und der mit nur 3 Zellen?! Kabel durchgemessen, Kabel getauscht, anderen Akku, nochmal gemessen - es half nix.

Am nächsten Morgen dann habe ich eine Merkwürdigkeit im selbstgebauten Adapterkabel entfernt: Die Hacker Topfuel-Akkus haben einen Thunderpower Balancer-Anschluss, welcher aus irgendeinem Grund das Plus der höchsten Zelle zweimal herausführt - das kann nicht gehen, zweimal plus auf zwei nebeneinanderliegenden Anschlüssen. Pin am "oberen Akku abgeknipst, alles angeschlossen - obere Zellen werden angezeigt. Juchu! Natürlich bei angeschalteter Anlage noch den zweiten überzähligen Pin abgekniffen - sapperlot, geht immer noch nicht richtig? Immer noch 3 Zellen unten angezeigt, 4 Zellen oben - Gedanken an ein abgeschossenes Modul kamen so langsam auf. Spätestens, als ich einen anderen 6s-Akku als "oberen" Zellenpack anschloss und mir wieder nur 4 Zellen angezeigt wurden, wusste ich, was los war!

Aber lassen wir vorab mal kurz Graupner bzw. die Anleitung des GAM zu Wort kommen. Da heißt es auf Seite 4:

 

Verbinden Sie zuerst alle Akkuanschl├╝sse mit dem Electric-Air-Modul und schalten erst dann den Empf├Ąnger bzw. Drehzahlregler ein!

 

Na, dämmert's euch auch?

 

Achtung, zweiter Stolperstein!

  • Erst alle Verbindungen am EAM herstellen, bevor die Anlage und damit das Modul eingeschaltet werden!

  • Das Modul erkennt und speichert offensichtlich die angeschlossenen Einzelzellen beim Einschalten, nachträglich und zusätzlich angeschlossene Zellen werden nicht erkannt!

 

Ist ja auch logisch irgendwie, wie soll es sonst erkennen, dass sich was geändert hat? Das war schon der ganze Trick bei der Sache. Alle Verbindungen herstellen und erst dann die Anlage anschalten, schwuppdiwupp wird alles so angezeigt, wie es sein soll. Kaum macht man's richtig, schon geht's ...

 

Allerdings wäre hier ein deutlicher Hinweis in der Anleitung wirklich hilfreich. Wobei "Lesen und Verstehen" beim Anwender natürlich auch geholfen hätte ;)

 


Das Update von Empfängern und Sensoren - Update 05'2013


 

Oft höre ich Klagen, nach welchen das Update der Komponenten wie Empfänger, Sensoren oder Module extrem umständlich oder zeitkritisch sei. Meist ist hier der Teil des Updates gemeint, in welchem z.B. bei den Empfängern die Bind-Taste gedrückt und gleichzeitig der Akku angeschlossen werden soll, um den Bootloader zu starten.

Nun, man ahnt es, ich kann diese Kritikpunkte nicht einmal ansatzweise nachvollziehen, hat man doch bei einigermaßen vorbereiteter Arbeitsfläche mehr als genug Zeit. Da sich in der Zeit seit dem Erscheinen von HoTT aber auch einiges an den Programmen und der Vorgehensweise geändert hat, habe ich heute einmal ein kleines Filmchen zusammengeschnitten, in welchem die Schritte f├╝r ein erfolgreiches Update gezeigt werden.

 

 

Falls das dem einen oder anderen Besucher zu schnell geht, hier die verwendeten Komponenten:

  • Software Firmware Upgrade-Studio 2.8 von der Graupner Webseite
  • Adapterkabel USB-Schnittstelle HoTT Sensoren/Manager #7168.S
  • Empfängerakku mit 4 Zellen NiXX oder LiPo mit 2s

 

Ich gebe es zu, ich habe es im Video etwas überspitzt dargestellt - man muss natürlich nicht auf 5 zählen oder Däumchen drehen, sondern kann die jeweiligen Komponenten auch direkt anstecken ;).

 

Seitenaufbau in 0.08 Sekunden
2,704,522 eindeutige Besuche